Werkvertrag Keller

Die Beratungsleistung durch
Gussek & Wolts war ausgesprochen schwach. Wir mußten uns alle Information mühsam erfragen. Es gab keine aktive Beratung oder gar Hinweise auf Optionen oder Alternativen. Ohne kompetente Beratung durch Dritte hätten wir einen absoluten Standard 0815 Keller erhalten, der darüber hinaus für uns in verschiedenster Weise ungünstig und mit extrem teuren Sonderleistungen verbunden gewesen wäre.

Die spätere Kommunikation bezüglich Terminplanung war ebenso sparsam wie die Detailtiefe des Kellervertrages. Reaktionen gab es nur auf Nachfragen. Schade, weil, als es dann endlich losging, wir es mit einer
sehr guten Bauleistung zu tun hatten, die auch von unseren qualitätsichernden Architekten bestätigt wurde.


1. Verkaufsgespräch

Hier gilt: Die Verkäufer kennen sich meist mit Kellerbauten nur oberflächlich aus. Er tritt als Vermittler zwischen dem Kunden und
Gussek & Wolts auf. Die Ansprechpartner von Gussek & Wolts sind weit weg und man kommuniziert nur schriftlich bzw. telefonisch.

Achtung: Man verhandelt rechtlich mit einer anderen Firma. Leider lassen einen das beide Firmen (
Gussek & Wolts und Gussek Haus) auch deutlich spüren. Sobald Schnittstellen berührt werden hängt man als Bauherr zwischen den Stühlen.
Dies ist ein Punkt, den ich bei
Gussek nie verstanden habe. Zwei ausgesprochen kompetente Firmen verunsichern durch dieses seltsame Gebaren den Kunden, anstatt schon im Vorfeld ein Gefühl der Sicherheit und Kompetenz aufzubauen.
Warum
Gussek diese seltsame Firmenkonstrukt aufgebaut hat, blieb uns ein Rätsel. Vorteile für den Bauherren haben wir nicht feststellen können.

Der
Gussek Haus-Verkäufer hatte bei uns eigentlich nur eine vertragsvermittelnde Funktion; was wir im Nachhinein als sehr unglücklich erkennen mußten. Bestehen Sie deshalb vor der Unterschrift immer auf ein persönliches Gespräch mit Gussek & Wolts. Fordern Sie in diesem Gespräch alles ein was notwendig ist. Ggf. müssen weitere Gespräche folgen.
Lassen Sie sich nicht von abschlägigen Auskünften oder evtl. hohe Preisen abschrecken. So lange Sie nicht unterschrieben haben, ist noch viel Bewegung möglich.

Fragen Sie jetzt! Fragen Sie alles!

Hinweis: Ein Keller ist mehr als nur die Summe seiner Wände. Klären Sie weit vorher in wie weit folgende Leistungen (in Menge und Ausführung) im Kellerangebot enthalten sind bzw. durch wen sie zu welchem Preis ausgeführt werden:

  • Kellerinnentüren
  • Kellerelektroinstallationen (Steckdosen, Schalter, Beleuchtung etc.)
  • Entwässerungsleitungen, die nach Außen gehen
  • Kellerinnentreppe (Achtung Gussek & Wolts bieten nur eine Rohbetontreppe ohne Belag an)

Wir haben die Erfahrung gemacht, das der
Gussek & Wolts Keller diese Punkte normalerweise nicht enthält und wir alle diese Bestandteile (außer der Innentreppe) einzeln bei Gussek Haus hinzukaufen mußten. Dies ist nicht grundsätzlich schlecht, es wurde uns nur vorher nicht deutlich gesagt. Vorteil beim Erwerb über Gussek Haus ist, das man alles aus einer Hand erhält.


2. Beratung / Planung des Kellers

Am besten nichts erwarten. Es wird umgesetzt was man anfragt. Es findet keinerlei Beratung hinsichtlich einer für den Kunden optimalen Lösung statt. Eine Beratung z.B. in Form von Aufzeigen von Alternativen, Optimierung des Grundrisses, Herausarbeiten von Vor- und Nachteilen darf man nicht erwarten. Es ist niemand da, der prüft, ob das was man da plant auch umsetzbar und sinnvoll ist..

Wissen Sie welchen Kellertyp sie benötigen und kennen Sie den jeweiligen Unterschied?
Wissen Sie welche Besonderheiten beachtet werden müssen und welche Vor- bzw. Nachteile diese jeweilis haben?

  • weiße Wanne
  • schwarze Wanne
  • Fertigkeller aus WU-Beton
  • Sandwich Keller (Beton / Isolierung / Beton)
  • Bodenplatte, die gegen von unten drückendes Wasser abgesichert ist
  • Wärmeisolierung (Perimterdämmung) unter der Bodenplatte
  • ...


Beispiel: Wir planten ein Bad im Keller zu integrieren. Selbstverständlich machbar heißt es dann.

A) Das für eine solche Realisierung einige örtliche Erfordernisse geprüft werden müssen, sagt einem niemand.
Es obliegt dann dem Bauherren herauszufinden, daß die Entwässerungsleitung in der Straße nicht tief genug liegt, um z.B. das Schmutzwasser dorthin zu führen. Der Bad-Wunsch läßt sich bei zu geringer Höhe nur mit einer Hebeanlage oder einem Sanibroy umsetzen. Dies ist aber mit erheblichen Mehrkosten für den Bauherren verbunden.

B) Ein Bad im Keller hat zur Folge, das dieses und evtl. auch weitere Kellerräumlichkeiten im Bauantrag als Wohnraum ausgewiesen werden. Dies wiederum hat zur Folge das entsprechende Dämmungen (Kelleraußenwand & Unterbodenplatte) als Auflage vorgeschrieben werden. Hier können leicht einige tausend Euros lange nach Werkvertragsunterschrift zusätzlich hinzukommen.

Die Folge: Man muss sich selbst im Vorfeld sehr viele Gedanken hinsichtlich seiner Wünsche, Möglichkeiten und Erfordernisse machen. Beratung (die nicht von
Gussek kommt) ist das A und O - und hier ist der Bauherr gefragt sich eigene Kompetenz in Form von Beratern, Sachverständigen etc. hinzuzuziehen.



3. Angebot Kellervertrag

Der ganze Vertrag ist reichlich unkonkret, wenn es um die Leistungen von
Gussek & Wolts geht. Sehr ausführlich werden dem Bauherren jedoch jede Menge Pflichten und Verantwortung aufgebürdet. Dieser heikle Punkt sollte im Vorfeld genau geklärt werden, da einige Punkte mit erheblichen Kosten verbunden sein können.

Die
technischen Anlagen des Werkvertrages sollten dabei genauer betrachtet werden. Siehe hierzu auch den gesonderten Menüpunkt.

Vereinbaren Sie so viele Details wie möglich im Vertrag. Diese Web-Site soll dabei helfen die wesentlichen Punkte dabei nicht zu übersehen.

Der Kellerbauer wird sich gegen jede Form von Festlegung und Abweichung von seinem Standardkellervertrag wehren. Dieser ist nämlich so aufgebaut, das alles was Komplikationen bereiten kann auf den Bauherren abgewälzt wird.
Gussek & Wolts scheut sich davor Koordinationen mit Dritten (Versorgungsunternehmen, städtische Ämtern, Baubehörden etc.) als Aufgabe in den Vertrag aufzunehmen. Denn hier sind viele Abstimmung und mögliche Probleme verborgen.

Die Arbeitslast, die Koordination, das Stellen der richtigen Fragen, das Risiko von Fehlplanungen etc. liegt dann nämlich vollständig beim Bauherren.

Bedenken Sie: das sind Profis, Sie sind Laie. Lasse Sie sich bei der Aufnahme dieser Punkte in den Werkvertrag nicht abwimmeln. Es geht um Dinge, die Sie bei Fehlentscheidungen, Unwissenheit und schlechter Koordination sehr viel Zeit und Geld kosten können.
Nehmen Sie fachliche Beistand zur Hilfe.


4. Kellerzeichnung / Detailplanung

Es empfiehlt sich sehr früh darüber Gedanken zu machen, wie der Keller aufgebaut sein soll:

  • An welche Stelle soll die Kelleraußentreppe sitzen?
  • Wie soll die Tür aufgehen (nach Innen oder Außen)?
  • Wie breit sollen die Stufen sein? Standard oder breiter?
  • Welches zusätzliche Gebäudeteil soll evtl. außerhalb des Standards mitunterkellern werden? (z.B. Wintergarten, Erker etc.)
  • Abwägung zwischen dem Preis für die ohnehin zu bezahlenden Fundamente und dem Aufpreis für die zusätzliche Unterkellerung.
  • Wie viele Räume soll der Keller haben? - (4 Räume sind Standard).
  • Wie viele Innentüren werden benötigt? Oder sollen einige Durchgänge keine Türen erhalten?
  • Wie hoch soll der Keller werden? Standardkeller oder Wohnkeller?
  • Soll die Kellerdecke später mal zusätzlich gedämmt werden? Dann ist zu beachten das die Raumhöhe sich um die Stärke der Platten verringert !!!
  • Welche Funktion sollen die Räume später einmal erfüllen? Abstell- oder Wohnkeller. Dies hat Auswirkungen auf die Wärmeschutzanforderungen und die Art des Estrichs (Verbund- oder schwimmender Estrich des Kellers.)
  • Welcher Raum soll der Hausanschlußraum werden? Dieser sollte unbedingt nahe zur Straße und den Versorgungsleitungen liegen.
  • Soll der Keller wärmegedämmt werden und wenn ja wie? (Außendämmung, Bodendämmung, Wärmedämmstein als Klinkerauflage etc.)
  • Ist ein Schutz vor Grundwasser (drückendes Wasser) von unten bzw. von der Seite erforderlich?
  • Wie erfolgt die Regenwasserableitung? Sickerschacht oder Rigole? Wo sollen die Rohrleitungen dazu verlaufen?
  • An welchen Stellen sollen die Kellerfenster sitzen? (4 Fenster mit Lichtschacht sind Standard)
  • Bedenken Sie bei der gesamten Planung, das die für den Keller notwendige Baugrube entsprechend breiter sein muss (Arbeitsräume, Böschung, seitliche Lagerung von Material)
  • Müssen angrenzende Gebäude abgestützt werden? Das kann teuer werden!
  • Benötigen Sie außerhalb des Hauses noch zusätzliche Fundamente (Terrasse, etc.)?
  • Benötigen Sie Kragplatten (Verlängerungen der Kellerdecke über den Keller hinaus)
  • Benötigen Bodenabflüsse im Keller und wenn ja wie sollen diese nach Außen geführt werden?