Gussek und Wolts Kellerbau

Wer ein Haus baut, muß dieses auch irgendwo draufstellen. Entweder auf einen Keller oder auf eine Bodenplatte. Beides ist nicht im Hauspreis enthalten und muß gesondert gekauft und verhandelt werden.

Selbstverständlich muss man ein Gussek Haus nicht zwingend auch auf einen Gussek Keller stellen. Man kann sich einen Kellerbauer auch am freien Markt selber suchen.

Dabei ist dann aber folgendes zu beachten:

1. An erster Stelle steht ein Bodengutachten (siehe Link). Ohne dieses kann man gar nicht entscheiden welche Art von Keller man bauen kann bzw. bauen muss.

2. Die Statik für den Keller. Der Kellerbauer benötigt präzise Vorgaben von Gussek Haus für die Statik des Kellers, insbesondere der Kellerdecke. Wenn man im Werkvertrag für das Haus nicht festschreibt, das diese Vorgaben auch von Gussek (kostenfrei) herauszugeben sind, ist man gezwungen selbst einen Statiker zu engagieren, der die Daten ermittelt. Diese Zusatzkosten (und zeitliche Verzögerung) kann man durch einen entsprechenden Passus im Werkvertrag vermeiden.


Wir haben uns für einen Gussek & Wolts Keller entschieden.

Grundsätzlich ist positiv zu bemerken, daß (auch wenn man es woanders billiger haben könnte) der planerische und terminliche Ablauf reibungslos innerhalb des Gussek Konzerns abläuft. Die beiden Firmen (Gussek & Wolts Kellerbau & Gussek Haus) sind aufeinander eingespielt.

Aus Gründen, die sich uns nicht wirklich erschlossen haben, wurden uns für Haus und Keller getrennte Werkverträge angeboten. Wir haben anschließend erfahren, das es bei Gussek Haus beide Modelle gibt:

1. Werkvertrag Gussek Haus inkl. Keller (Bodenplatte)
2. Werkvertrag Gussek Haus und Werkvertrag Gussek & Wolts

Wenn man die Wahl hat, sollte man wohl eher die erste Variante wählen. Achtung: Klären, ob ein Aufpreis verlangt wird. Dies sollte ausgeschlossen werden.

Rückblickend lautet unser Fazit zu Gussek & Wolts wie folgt:

Die Beratung vor und während der Bauzeit: keine - es sei denn man fragt nach
Die Bedingungen im Werkvertrag: ausreichend (sehr nachteilig für den Bauherren)
Die Leistungsbeschreibung: befriedigend (wenig Details, Selbstverständlichkeiten werden nicht beschrieben)
Die Qualität des gelieferten Kellers: sehr gut
Die Mitarbeiter auf der Baustelle: sehr gut (kompetent, freundlich, pünktlich, zuverlässig, hilfsbereit)
Kundenservice sehr gut

Im Werkvertrag sollte besonders kritisch der Teil "Erdbau" und alles was mit der "inneren Erschließung" zusammenhängt betrachtet werden. Siehe dazu auch den eigenen Menüpunkt Erdbau.

Des weiteren sollten möglichst viele Details im Vorfeld besprochen und im Werkvertrag festgeschrieben werden. Unser Eindruck war, das viele Punkte unklar, schwammig oder gar nicht vereinbart bzw. definiert werden. Der Bauherr lernt mit dem Bau und das bedeutet: Alle Änderungen kosten Geld und können nicht mehr gut nachverhandelt werden. Andere Punkte werden geschickt ausgeschlossen, da man scheinbar an der Ausführung dieser Arbeiten nicht interessiert ist. Dies erkennt aber nur der Fachmann oder der Bauherr im Nachhinein.

Leider war die Beratung im Vorfeld sehr bescheiden. Weder vom Verkäufer noch von Gussek & Wolts wurden wir auf noch ungeklärte Punkte hingewiesen. Beide wußten, daß wir schlüsselfertig bauen wollten und doch blieb das eine oder andere unfertig.

Eigentlich schade, weil wir denken, das weder der Verkäufer noch die Gussek Firmen diesen Schwachpunkt nötig haben.